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Fukushima

16.03.2011

Es besteht keine Gefahr für die Bevölkerung.“ Diesen Satz hörten wir bei jedem so genannten „Störfall“ in einem AKW von Politikern und AKW-Betreibern so sicher, wie das Amen in der Kirche. (Wobei die Wahrheitsverdreher in Politik und AKW-Verwaltungsrat oft identisch sind.)

Seit Fukushima (spätestens) wissen wir jetzt wirklich alle:
ES BESTEHT JEDERZEIT UND ÜBERALL, WO EIN AKW STEHT, STRAHLENGEFAHR. Und was noch schlimmer ist: Wir sind am Ende unseres Wissens, wir stehen dem Ganzen hilflos gegenüber.

Und wir wissen auch (schon lange): DEN PROFIT STREICHEN KONZERNE UND MANAGER EIN, DAS RISIKO TRÄGT DER STAAT; ALSO WIR, DAS VOLK.

Aus aktuellem Anlass verschieben wir unseren Bericht über die South Grenada Regatta und äussern uns kurz zum Thema Energie.
Leider lesen wir schon wieder, bzw. immer noch von uneinsichtigen (und/oder gekauften) Politikern und sog. (sowieso gekauften) Fachleuten der Atomlobby, dass wir auf Atomstrom angewiesen seien und dass erneuerbare Energien keine Alternative seien. Ist dem wirklich so?
Wir fuhren diesen Winter mit unserem Segelboot nur mit Wind- und Sonnenenergie 2400 Seemeilen (= 4444 km) über den Atlantik. Dabei liefen jeden Tag zwei Wasserpumpen, ein Computer sowie Navigationsinstrumente, Radar und automatisches Identifikationssystem, zwei Funkgeräte und ein Kühlschrank. Nachts war die Beleuchtung innen und aussen angeschaltet. Wir produzierten mit der Wasserentsalzungsanlage Wasser für den täglichen Gebrauch. Wir konnten auch warm duschen. Wir verbrauchten keinen Diesel, sondern bezogen unsere gesamte Energie von 5 Solarzellen, einem Windgenerator und zwei Segeln. Die einzige zugekaufte Energie war eine Flasche Propangas zum Kochen (Sie ist seit über 3 Monaten in Betrieb und liefert immer noch Gas). D.h. Unser Schiff ist ein praktisch autonomes System und Fahrzeug, was die Energie betrifft, auf dem wir nicht nur leben, sondern mit dem wir uns auch über grosse Strecken fortbewegen können. Könnte diese kleine autonome Einheit nicht Vorbild sein für eine Energieversorgung ohne Atomkraft
...in einem Dorf, einer Stadt, einem Land, einer Welt?

STOPPEN WIR DEN WAHNSINN, DIE ATOMLOBBY UND IHRE POLITIKER, BEVOR AUCH DIE SCHWEIZ FÜR TAUSEND JAHRE ZU EINER ALS UNBEWOHNBAR ERKLÄRTEN „SICHERHEITSZONE“ WIRD!

Bisherige Kernschmelzen in AKW:
Lucens (Schweiz,1969)
Bohumice (Slowakei,1977)
Three Mile Island (USA,1979)
Saint Laurant (Frankreich,1980)
Tschernobyl (Sowjetunion,1986)
Fukushima (Japan, 2011)

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