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Schildkroeten-Triptychon

17.05.2011

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Auf unserer Segelreise von Bequia nach Grenada hatten wir 3 x Gelegenheit, hautnah Meeresschildkröten zu erleben. Alle Arten sind vom Aussterben bedroht, aber hier in der Karibik (wie auch anderswo) gibt es Menschen und Organisationen, die dies mit viel Arbeit und Hingabe verhindern wollen. In Bequia trafen wir auf Orton King, der dort eine Aufzucht der Echten Karettschildkröte betreibt. Seit er sein Werk 1995 startete, hat er schon über 1000 Tiere selbst aufgezogen und dann in die Freiheit begleitet (wirklich ein Stück weit mitschwimmend!).

Die Tobago Cays sind ein Naturschutz-Park, in welchem die Grüne Meeresschildkröte ungestört Seegrass futtern kann. Die Weidegründe sind durch Bojen markiert und gesichert, was auch uns Schnorchlern zugute kommt; wir sind vor Dinghis sicher und die Schildkröten sind beinahe handzahm. Die Grüne Meeresschildkröte wird auch Suppenschildkröte genannt, was bereits darauf hinweist, warum diese Schildkröten weltweit vom Aussterben bedroht sind. Da können wir nur ausrufen: „Nein, meine Suppe ess’ ich nicht!“

... und sind damit beim Rätsel der Woche, das da lautet: Wer sagte diesen Satz? (Kleine Hilfe: Napoleon war es nicht.)

Das Rätsel im letzten Bericht wurde am schnellsten durch Nico gelöst: Gestreifter Falterfisch, Chaetodon striatus. Bravo!

In Grenada arbeitet die Organisation „Ocean Spirits“ (http://www.oceanspirits.org) für den Schutz und die Erforschung der Meeresschildkröten. Da nahmen wir an einer Exkursion teil und konnten die Lederrücken-Schildkröten bei der Ei-Ablage beobachten. Lederrücken stehen laut WWF kurz vor dem Aussterben. Sie werden bis zu 2 m lang und 500 kg schwer, legen schwimmend Strecken von 10'000 Meilen pro Jahr zurück und werden bis zu 120 Jahre alt. Die Tiere werden erst mit 25 Jahren geschlechtsreif. Die Weibchen kehren zur Ei-Ablage an den Strand ihrer Geburt zurück (das können wir aus navigatorischer Sicht nicht genug bewundern), robben auf den Strand, buddeln ein ca. 1 m tiefes Loch, legen ihre Eier hinein, schaufeln alles wieder zu und verwischen die Spuren. Das dauert so etwa 2 Stunden und war im Mondschein ein unvergessliches Erlebnis für uns.

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