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Als Chronist auf der Alua

13.05.2012

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2009 hatte ich erstmals Gelegenheit, die Karibik zu befahren. Mit Erika, meiner Frau, fuhren wir mit der "Royal Clipper" deren südliche Route, die Windwards, mit Start und Ziel auf Barbados. Die "Royal Clipper" ist das grösste Segelschiff, ein Nachbau der "Preussen" aus dem Jahr 2000 mit 5 Masten und 5000 m2 Segelfläche, welche bis zu 227 Passagieren und 134 Mann Besatzung Platz bietet. (Wobei der Ausdruck "Mann Besatzung" ungenau ist, da es viele Frauen, auch als Matrosinnen, in der Küche, beim Service, etc. an Bord hatte.) Länge 134 m und Breite 16 m. Zum Vergleich: die Alua ist 12,55 m lang und 3,70 m breit.
Meine ersten Erfahrungen mit Peter und Nelly an Bord gehen auf das Jahr 1996 zurück, als wir auf dem Thunersee mit einem kleinen Segelboot die ersten Manöver machten, und wir uns damals nasse Füsse holten, weil wir vermutlich eine Wende, (oder war es eine Halse?) nicht hundertprozentig seemännisch durchführten.
Dadurch liess ich mich aber nicht abhalten, 2001 mit meiner Frau Erika sowie Nelly und Peter einen Törn in der Ägäis, mit Start und Ziel auf Samos/GR zu unternehmen. Das einwöchige "Inselhüpfen" blieb in bester Erinnerung und Nellys und Peters Aufenthalt in der Karibik gab Anlass zu einer Fahrt in der Karibik. Meine unmittelbare Pensionierung per Ende März 2012 erlaubte den Traum umzusetzen. Da Wasser nicht ihr beliebteste Element darstellt, verzichtete Erika darauf, mich in die Karibik zu begleiten und zog es vor, mit ihrer Schwester nach Holland zu fahren.
Eine Fahrt auf der Alua ist ganz verschieden von einer Tour mit der "Royal Clipper". Hier an Bord ist man der Natur und den Elementen viel näher. Hier an Bord spielen Wind, Wasser, Schwell, Strömung eine viel grössere Rolle. Der schwedische Grosssegler bot riesig Platz in Kabinen und Essraum, alle Passagiere und Offiziere konnten gemeinsam das Essen einnehmen (im Unterschied zu den grossen Kreuzfahrschiffen mit über 2000 Passagieren und mehr, wo das Essen etappenweise serviert wird). Auf der Alua nahmen wir das Essen immer draussen im Cockpit ein. Die Alua verfügt ja auch über Komfort wie z.B. Kühlschrank, Kochherd mit Backofen und Gasgrill. Damit und dem Geschick der Besatzung ist für köstliches Essen auch gesorgt. Man muss ja nicht unbedingt wie auf der "Royal Clipper" mehrere Gänge und Abfolgen von Weiss- und Rotwein haben, um satt zu werden. Vorteil der kleinen Yacht war es auch, sich unterwegs zu verproviantieren. Die "Royal Clipper" bunkerte auf Barbados Proviant, inklusive Früchten, Gemüse, Fisch und Fleisch für eine ganze Woche. Mit der Alua war es immer wieder möglich, frisches Obst und Gemüse, sowie Backwaren frisch wie am Markt zu kaufen und auf die Wünsche der Mitsegler Rücksicht zu nehmen.
Ein ganz wichtiger Unterschied zum Reisen auf der Alua im Vergleich mit allen anderen Schiffen bestand in der langjährigen Freundschaft zwischen NePe und dem Chronisten. Dieses Jahr kennen wir uns 40 Jahre! Dieser Törn gab uns immer wieder Gelegenheit, Gespräche über Gott und die Welt zu führen. In den 40 Jahren hatten wir ja einiges gemeinsam unternommen, wurden Eltern, bauten ein Haus, hatten wir uns beruflich und persönlich verändert.
Einige der Routen der Alua konnte ich schon 1999 mit dem Windjammer besuchen. Die Aufenthalte mit dem Fünfmaster waren aber immer nur von kurzer Dauer, weil das Programm innert der 7 Tage absolviert werden musste und auf persönliche Präferenzen keine Rücksicht genommen werden konnte. Mit der Alua konnte man solange bleiben wie man wollte. Man musste auch auf Wind und Wetter etwas mehr Rücksicht nehmen. Die „Royal Clipper“ segelte öfters auch mal bei Nacht, damit die Gäste den neuen Ort bereits am Morgen erkunden konnten. Mit der Alua machten wir keinen Nachtschlag. Einmal, für den längsten Schlag von geplanten 14 Stunden, ging der Wecker schon um 04:00 Uhr los und wir legten eine gute halbe Stunde danach bereits ab, um der aufgehenden Sonne entgegen zu fahren. Ein tolles Erlebnis.
Die Tage auf der Alua mit Nelly und Peter in der Karibik werden für immer als tolles Highlight unserer Beziehung in Erinnerung bleiben.

Claude, Grenada 26.4.2012

PS: Manu und Nicolas haben es in grossartiger Teamarbeit geschafft, das schwierige Rätsel vom letzten Mal als Erste richtig zu lösen. Prima, weiter so.
Die richtige Lösung lautet: Bärlappgewächse (Lycopodiaceae).


A Chronicler on Board Alua

I had the first opportunity to sail the Caribbean in 2009. With Erika, my wife, we booked with the "Royal Clipper" their Southern route, the Windwards, with start and destination at Barbados.
The "Royal Clipper" is the largest sailing ship, a replica of the "Prussia", built in 2000, with five masts and 5,000 m2 of sail area, offering space for up to 227 passengers and 134 crew members. (The crew consisted of male and female sailors, staff in the kitchen, customer service, etc.) Length of the „Royal Clipper“: 134 m and width 16 m, (for comparison: "Alua" is 12,55 m long and 3.70 m wide).
My first sailing experience with Peter and Nelly dates back when we went to Lake Thun with a small sailing boat in 1996. One of the first manoeuvres, and we caught up with wet feet because our tack (or was it a jibe?) was not made entirely led by long time nautical experience.
Despite this first result, Erika and me went cruising with Nelly and Peter in the Aegean, with start and destination in Samos/GR in 2001. The week-long "island hopping" was a great experience.
Nelly's and Peter's stay in the Caribbean gave rise to a trip to this part of the world again. My retirement allowed realizing the dream end of March 2012. Since water does not represent her most popular element Erika preferred to accompany her sister to the Netherlands instead of sailing with us in the Caribbean.
A ride on Alua is quite different from a tour with the "Royal Clipper". At first on "Alua" one is much closer to nature and the elements. Here on board wind, water, swell, currents, etc. play a much greater role. The Swedish sailing ship “Royal Clipper” offers huge space in the cabins and dining room, all the passengers and officers were able to jointly take the food (in contrast to the large cruise ships with 2,000 passengers and more, where food is served in stages). On Alua we took the food in the open air of the cockpit. Alua has indeed some comfort too, e.g. fridge, stove with oven and gas grill. This and the skill of the crew guaranteed for delicious food. One must not necessarily have several courses, like the "Royal Clipper", waiters, white and red wine to be satisfied. An important advantage of the small boat was the possibility to provision along the way. The "Royal Clipper" stashed food on Barbados, including fruits, vegetables, fish and meat for a whole week. With Alua it was always possible to buy fresh fruits and vegetables, meat, bred fresh from the market and to take into consideration the particular needs of sailors.
A very important distinction to travel on "Alua" compared to all other vessels consisted of the long-standing friendship between NePe and the chronicler. We have known each other for 40 years! This trip gave us the opportunity again and again to talk about all the world and his brother. In the 40 years we have had a lot in common, we became parents, built a house, changed professionally and personally.
Some of the routes of "Alua" I did with the Windjammer back in 1999. The visits in the various spots with the five-master were always relatively short, because the schedule had to be completed within the 7 days period and no consideration to personal preferences could be realized. On board "Alua" we could stay in places as long as we wanted. On the smaller yacht more consideration had to be paid to wind and weather. The "Royal Clipper" sailed often at night, so guests could explore the new place in the morning. On "Alua" there were no night trips. Once, for the longest reach of 14 hours, the alarm went off at 04:00 a.m., and we took off half an hour later towards the rising sun, - a great experience.
The days on Alua with Nelly and Peter in the Caribbean will remain a great highlight of our relationship forever.

Claude, Grenada, April 26th

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