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Nur Fliegen ist schoener

20.06.2012

Ach, wie freuen wir uns doch jedesmal aufs Fliegen.Früher gab’s da im Reisebüro eine versierte Dame, in unserer Familie Schöpferli genannt. Die war in Sachen Reiseplanung sehr schöpferisch, kannte uns und wusste, wo wir im Flugzeug gerne sitzen, und sie war sozusagen etwas, das Hand und Fuss hatte. Heute beginnt die Vorfreude virtuell, d.h. damit, dass wir unseren Flug selber im Internet suchen, buchen – und fluchen, weil das billiger ist. Ein individueller Sitzplatz kostet extra, falls soviel Selbstbestimmung überhaupt noch möglich ist. Auf dem Computer erscheint jeweils der Satz: Das System hat Ihnen die Plätze 23 C und 23 D zugeteilt. Man könnte auch sagen: die Matrix hat gesprochen.

Die richtige Freude beginnt aber bei der Sicherheitskontrolle. Lustig, wie alle Reisewilligen ihre Schuhe, Gürtel und ihren Schmuck ausziehen, ihre zahlreichen elektronischen Gadgets auspacken, alles in Plastikkörbchen legen und dann auf Zehenspitzen durch einen Torbogen trippeln, um ja die Sicherheitsbeamten nicht zu reizen oder aufzuwecken. Danach fühlen wir uns immer edel und pfadfindrig (jeden Tag eine gute Tat), wenn wir einer älteren Reisenden beim Schnürsenkelbinden helfen dürfen. Damit auch die Sicherheitsbeamten sich freuen, führen wir im Handgepäck immer etwas Verbotenes mit, z.B. einen alten Kartoffelschäler, den sie dann mit strafendem Blick konfiszieren und der Vernichtung zuführen können. Ihre strahlenden Augen sind unser Lohn für das Schlangestehen; ihre Vernichtungsaktion erspart uns Entsorgungsgebühren.
Paradox an der Sache ist, dass wir zwei Stunden später im Swiss-Airbus zum Nachtessen Metall-Besteck erhalten (richtiges Messer und spitze Gabel), das die Sicherheitskontrolle niemals überlebt hätte; aber wer macht schon eine Flugzeug-Entführung mit Swiss-Besteck!?
Nach dem Nachtessen dann das nächste Highlight: Die Flight Attendant gibt Anweisung, die Verdunkelung übers Fenster zu ziehen, weil sonst die Passagiere nicht schlafen können. Soll das ein Witz sein; wer kann denn bei 81,3 cm Beinfreiheit schlafen. „Ich will aber den Mond und die Sterne sehen.“ – „Bitte schliessen Sie die Verdunkelung!“ – „Ich bekomme aber schreckliche Flugangst mit Schweissausbruch und Schreikrampf, wenn ich nicht hinausschauen kann.“ – „Ich bringe Ihnen noch einen doppelten Baileys.“ „Oh, danke!“

PS: Des letzten Rätsels Lösung lautet: Michelle Obama hasst Randen.
Die Schnellste war mal wieder Manu, der wir, weil sie immer so schnell ist, ein schwieriges Zusatzrätsel stellten, das wir hiermit auch öffentlich machen:
Welches Gemüse hasst Mitt Romney?

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