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Kuna Yala

06.02.2013

Deutsche Version siehe unten!

When we left Curacao together with SY Gipsy IIII, we already knew it would not be the easiest part of our this year’s trip. Our meteorologist had predicted pretty strong winds between 25 and 30 knots. Most important was to follow his advice to keep 90 nautical miles away from the Columbian coast. Photo No 5 (Counter current) shows why. Knowing this, we first sailed northwest for 24 hours passing Aruba on the north side to get on the north side of that circle in the Columbian Basin - and this paid out: Up to two knots of current and strong winds (some squalls up to gale force) gave us a wild ride southwest. The bad thing about it was that it was very rolly and loud inside the boat which kept us from sleeping more than two or three hours during day second and third. The last 36 hours were a real pleasure and perfect sailing with the wind and current shifting north and south respectively and bringing us directly to a very special and extraordinary place on this lovely planet.
This place is called the San Blas Archipelago, but the people living here call it Kuna Yala. This archipelago along Panama’s Caribbean coast is composed of more than 340 little sandy islands surrounded and protected by reefs. This makes navigation tricky and therefore we plan short reaches to arrive in the early afternoon when the sun is high and the reefs are easier to be seen. The Panama Cruising Guide by Eric Bauhaus is very helpful with good charts and many pictures taken from an airplane.
This archipelago is home to the indigenous Kuna Indians who still succeed in keeping their traditions and culture. As there was no industrial development the landscape looks the same as centuries ago. Anyway we saw a beginning of high tech in the villages like satellite antennas, solar panels and young boys with mobiles.
Kuna Yala is part of Panama but is ruled autonomously by the Kuna congress.
In Kuna families the women control the money; actually the same system as on Alua...
Now we are moored at Colon where we finish our trip through the Caribbean and here we will leave the Atlantic Ocean behind. We are anxious to cross the Panama Canal soon.

Als wir Curaçao zusammen mit der SY Gipsy IIII verliessen, wussten wir schon, dass dies nicht der einfachste Teil unserer Reise sein würde. Unser Meteorologe hatte ziemlich starke Winde zwischen 25 und 30 Knoten vorausgesagt. Das Wichtigste war aber, seinem Rat zu folgen und 90 nautische Meilen Abstand zur Küste Kolumbiens zu halten. Foto Nr. 5 (Counter Current) zeigt warum. Wir segelten also zuerst 24 Stunden lang nordwärts und passierten Aruba im Norden, um auf die Nordseite dieses Stromkreisels im kolumbianischen Becken zu gelangen. Das machte sich bezahlt: Bis zu 2 Knoten Strom und starke Winde (in einigen Squalls bis zu Sturmstärke) bescherten uns einen wilden Ritt südwestwärts. Die negative Seite daran war, dass die Alua sehr stark rollte und es im Schiff sehr laut war. Dies hinderte uns zwei Tage lang daran, jeweils mehr als 2-3 Stunden zu schlafen. Die letzten 36 Stunden waren dann aber Segeln vom Feinsten, wobei uns Wind und Strömung, die langsam Richtung Nord bzw. Süd drehten, präzis in eine sehr besondere und aussergewöhnliche Gegend unseres lieblichen Planeten brachten.
Dieser Ort heisst San Blas Archipel, aber das Volk, das hier lebt, nennt sein Gebiet Kuna Yala. Dieser Archipel erstreckt sich entlang der Karibik-Küste Panamas und setzt sich zusammen aus mehr als 340 kleinen Sandinseln, die von Korallenriffen umgeben und geschützt sind. Das macht die Navigation nicht ganz einfach, und deshalb planen wir immer nur kurze Schläge, um früh am Nachmittag am Ziel anzukommen, wenn die Sonne noch hoch steht und die Riffe einfacher zu erkennen sind. Dabei ist der Panama Cruising Guide von Eric Bauhaus mit seinen vielen Karten und vom Flugzeug aus gemachten Fotos sehr hilfreich.
Dieses Inselreich ist die Heimat der eingeborenen Kuna Indianer, denen es immer noch gelingt, ihre Kultur und ihre Traditionen zu bewahren. Kuna Yala ist eine autonome Provinz Panamas und wird durch den Kuna-Kongress regiert. In den Familien kontrollieren die Frauen das Geld; also etwa das gleiche System wie auf der Alua...
Weil es hier bis jetzt keine industrielle Entwicklung gab, sieht die Landschaft immer noch aus wie vor Jahrhunderten, und die Kunas leben etwa so, wie wir uns z.B. das Leben der Pfahlbauer vorstellen. Die Kunas sind extrem freundlich, zurückhaltend, ja geradezu scheu. Wenn sie sich mit ihren Einbäumen unseren Booten nähern, um Obst, Gemüse, Fische oder gar Molas anzubieten, warten sie geduldig, bis man sie bemerkt. Kein Rufen, kein Klopfen an die Bordwand, wie das sonst so üblich ist. Wenn wir sie nicht bemerken, ziehen sie weiter. Sie akzeptieren auch sofort, wenn wir erklären, dass wir im Moment nichts brauchen. Dann vielleicht ein ander Mal und mit einem freundlichen Winken fahren sie weiter. Die Kunas bauen ihre Häuser ausschliesslich aus pflanzlichen Rohstoffen, kein Nagel, kein Eisen brauchen sie dazu. Die Innenausstattung ist bescheiden, lediglich Hängematten. Die Dächer sind aus Palmblättern so dicht und kunstvoll geflochten, dass sie eine Lebenserwartung von 15 Jahren haben und selbst bei strömendem Regen während der Regenzeit absolut dicht sind. Wir sahen aber auch das Einsickern moderner Technik: z.B. Satellitenschüsseln, Solarpaneele und Knaben mit Handys. Da die Kunas aber die ganze Industriealisierung des 19. und auch die technischen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts nie durchgemacht haben, kaum Glühbirne, Autos oder Maschinen kennen, ist der Sprung von der Pfahlbauzeit zum Handygebrauch halt doch gewaltig. Und wie sollen die Kunas mit all dem Plastikmüll, der vom Meer an ihre wunderschönen Inseln angeschwemmt wird, umgehen? Sie haben ihn nicht verursacht, sie wissen nicht wie er hergestellt wurde geschweige denn, wie er vernichtet werden könnte. So vermüllen denn die einstmals traumhaften Ufer der Inseln langsam aber sicher und der Kreuzfahrt-Tourist, der mit dem Motorboot für ein paar Stunden auf eine Insel gefahren wird, meint wohl, es seien die Einheimischen, die einfach alles wegwerfen! Wir führen manch nachdenkliches Gespräch über die Umweltverbrechen, die wir so genannt industriealisierten Länder mit unserem Plastikkonsumverhalten begehen. Wir diskutieren aber auch darüber, wie es den Kunas gelingen könnte, ihre Kultur, ihre Traditionen mit den Errungenschaften der letzten Jahrhunderte zu kombinieren. Eine gewaltige Herausforderung.

Nun liegt die Alua in der Shelterbay Marina in Colon und schon können wir über dem Horizont das Kreuz des Südens sehen. Hier endet unsere Fahrt durch die Karibik und damit auch über den Atlantik. Wir fiebern nun unserer Kanaldurchfahrt entgegen, welche für uns zwei Tage dauern wird. Über Nacht werden wir im Gatun See ankern und uns sicher und geborgen fühlen. Zwar schwimmen da unter uns bis zu 6 m lange Krokodile; aber mitten in der Nacht wird ein mächtiges Tier über unserem Mast wachen.
Und hier ist das Rätsel der Woche: Um welches Tier handelt es sich?

Lösung des letzten Rätsels:
Um mit dem Chef des Fischerhafens zu kommunizieren, stelle dein Radio auf Kanal 71 und rufe an.
Die Schnellste war wieder mal Manu - wow!


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