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Doldrums

10.03.2013

auf See, Position: 210'N, 8649'W

Was für ein Unterschied! Zu Beginn wurden wir geschüttelt von Wind, Wellen und Dünung. Nun ist der Wind weg und die Strömung treibt uns auf spiegelglatter See Richtung Nordwesten. Unser Ziel liegt aber im Südwesten! Hin und wieder schaukelt uns ein Schwell unbekannter Herkunft, wahrscheinlich riesige Meeresdampfer, deren Bugwelle uns erreicht, auch wenn sie Dutzende von Meilen entfernt vorbeiziehen. Wir sehen sie nicht, wir hören sie nicht, unser AIS und unser Radar erreichen sie nicht. Wir haben 3000 m Wasser unter uns, den Himmel über uns und im weiten, stillen Meer um uns herum spiegeln sich kleine Watte-Wolken und gaukeln uns weissen Sand in 10 m Tiefe vor. Haben wir geankert?
Ruhe ist eingekehrt und die Alua liegt wie in einer riesigen Schüssel von Joghurt. Besonders nachts ist die Stimmung ungewöhnlich: Kein Windgeräusch, kein Wellenschlagen, kein Jammern in den Wanten, kein Knarren im Rumpf. War da eine Stimme? Hast du das auch gehört? Ist das Licht dort ein Stern oder ein Navigationslicht? Wie lange dauert diese Flaute noch? Wo ist der Wind jetzt?
Mein lieber Segler, deine Sorgen möchte ich haben.

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