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Landfall im Paradies

14.05.2013

28% der Erdoberfläche sind bedeckt vom Pazifik, rund 2,5 Millionen Menschen leben auf den 25000 Inseln , die verstreut in diesem grossen Meer liegen, Und auf einer dieser 25000 Inseln sind wir heute, am 14. Mai 2013, angekommen, nämlich in. Fatu Hiva auf den Marquesas. Nach 23 Tagen und 3085 Seemeilen nonstop auf See Land in Schwimmweite, Boden unter den Füssen, was für ein Gefühl. Vorbei sind die Tage und die langen Nächte, in denen nichts als Wasser uns umgab, vorbei die Zeit, in der sich unser Leben auf knapp 20m2 abspielte, abspielen musste..War es nun beklemmend eng in der endlosen Weite oder haben wir uns halt einfach auf das Wesentliche konzentriert? Brauchen wir mehr als Essen und Trinken, Schlafen, Lesen, Reden? Werden wir sie vermissen, die wackelige Zeit, in der uns Wind und Wellen gnadenlos hin und her warfen? Was wird uns bleiben als Erinnerung an die Nächte, in denen wir ins unendliche Sternenmeer blickten, uns fragten, ob das Licht am Horizont ein Stern oder ein anderes Schiff sei? Wie war das in den Nächten, in denen der taghelle Vollmond wetteiferte mit der abgrundtiefen Schwärze der 4000 m Wasser unter uns? Werden wir je wieder erleben, wie Delfine neben unserem Schiff Luftsprünge machen, als böten sie uns eine Zirkusshow.? Werden wir sie vergessen die zermürbenden Stunden, in denen der Wind nicht so wollte wie wir?. Die angstvollen Minuten, als die Alua aufstoppte und die Windfahne gefesselt in einem Fischernetz stillstand, werden wir daraus unser Seemannsgarn spinnen? Werden wir das Dröhnen und Tosen der Squalls, die sich hinter uns auftürmten und über uns hinwegbrausten, wieder vergessen? Wie unterschiedlich nehmen wir doch die Dinge wahr: für Peter war es toller Speed, Nelly verschlug es den Atem, wenn die Alua die Wellen runtersurfte und sich mitreissen liess von Strom und Wind. Peter zermürbten die wenigen Stunden der Flaute, während Nelly diese Momente der Ruhe genoss. Warum tun wir uns das an, stehen dreimal in der Nacht auf, übernehmen die Wache für drei Stunden, legen uns wieder hin, versuchen zu schlafen, manchmal mit Erfolg, oft aber auch erfolglos. Und früher oder später schreit dein Körper nur noch nach: Schlaf. Mit dem ersten Morgenlicht erreichen wir Fatu Hiva und werden von andern Booten des Beagle-Netzes mit einem Hupkonzert "im Paradies willkommen" geheissen. Der Anker fällt in der Baie des Vierges um 08.40 Uhr Lokalzeit auf schwarzen Sand in 15 m Tiefe. Manche bezeichnen diese Bucht als die schönste der Welt. Ein Traum ist in Erfüllung gegangen. Wir feiern mit einem Glas Champagner und legen uns erst mal schlafen.

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