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Iaorana e Maeva

29.06.2013

Meanwhile we reached Tahiti and enjoy some quiet days in the Marina Taina. We got a berth on the very best quay where the mega yachts are placed. One of them has a helicopter on her third deck and a crew of 8 people who does nothing else but cleaning, repairing and polishing 8 hours a day. This makes it a bit easier for us to do our work on Alua, too, after we have got tired of sitting in the deckchair and watching these poor people polishing the same reeling everyday. So we repair our mainsail, give our engine a full service, clean the hull from all the algae and salt debris since Panama, get diesel, gasoline and propane, repair our freediver and look for information on the following destinations as Moorea, Bora Bora, Tonga, Fiji, Vanuatu, New Caledonia and Brisbane. And we get the feeling that time is getting short before we have to reach Australia.
Before we will report from Tahiti and its famous Heiva i Tahiti, today we want to talk about the happiness, the warmth and the hospitality of the people in French Polynesia. You will find some English thoughts about this with the photos in the gallery.
Iaorana e Maeva!: Hello and welcome!

Das Schönste hier in der Südsee sind für uns die einheimischen Menschen. Die Polynesier sind von einer Herzlichkeit, Fröhlichkeit und Gastfreunschaft, dass es für uns Europäer beschämend ist, nach allem, was wir ihnen als Kolonialherren und Missionare angetan haben. Hier wird man auch nicht beklaut oder übers Ohr gehauen wie manchmal in anderen Segelrevieren, hier bekommt man als Fremder was geschenkt, wird eingeladen und gefragt, ob man im Auto ein Stück mitfahren will. Und wunderbar ist die Musik; da wird oft Ukulele gespielt und gesungen. Insofern sind wir dem Paradies näher gekommen (auch wenn da die Ukulele gegen eine Harfe eingetauscht werden muss).
Gleich am zweiten Abend in Hanavave (Fatu Hiva) werden wir zu einem Treffen zwischen den Bewohnern von Hanavave und ihren Gästen aus Tahuata (kleine Insel bei Hiva Oa) eingeladen. Vor der Kirche sind auf einem Rasenplatz im Kreis Holzbänke aufgestellt und Einheimische fordern uns sofort auf, uns zu ihnen zu setzen, fragen, woher wir kommen und erklären uns den Grund des heutigen Fests. Nach Einbruch der Dunkelheit tritt unvermittelt ein Mann mit Gitarre in den weiten Kreis und stimmt ein Lied an. Die Inbrunst, mit der gesungen wird, und die melodiöse Sanftheit der Lieder fahren uns ins Herz und rühren uns zu Tränen. Dann treten kleine Gruppen von Schauspielern auf und karikieren die verschiedenen nationalen Eigenheiten von Touristen. Das Publikum kugelt sich vor Lachen, was so ansteckend wirkt, dass auch wir mitlachen, obwohl wir kein Polynesisch verstehen. Immerhin können wir dem Thema folgen und mithalten, als die Amerikaner aufs Korn genommen werden und Schauspieler und Publikum zusammen „My Bonny is over the ocean“ singen. Ebenso gern lachen die Polynesier aber auch über sich selbst, und wir tun gut daran, dies schnell zu lernen.
Am nächsten Morgen, Pfingstsonntag, stehen wir früh auf, um zur Messe zu gehen (wann gab’s denn das?), wo der Kirchenchor zu grosser Form aufläuft und nebst dem Pfarrer mehrere Frauen zur Predigt beitragen – wenn das der Franz in Rom wüsste – und auch hier wird gelacht, Gitarre gespielt und getrommelt.
Als Beispiel für polynesische Gastfreundschaft sei hier Léo erwähnt, den wir in der Baie Hanamenu auf der Nordseite von Hiva Oa kennenlernten, wohin wir uns vor starkem Südschwell auf der Südseite der Insel geflüchtet hatten. Die kleine Siedlung mit nur wenigen Häusern ist nicht mehr dauernd bewohnt, aber die Besitzer kommen regelmässig mit dem Boot 10 Seemeilen von Atuona her, pflegen ihre Häuser und Gärten, und alles sieht aus, wie wenn jeden Tag jemand das Laub rechen, die Hecke schneiden und neue Bananenstauden pflanzen würde. Wir sind drei Paare der Yachten „Larka“, „Always Saturday“ und „Alua“ und treffen Léo am Strand. Er ist mit seinem Fischerboot und zwei Helfern für 2 Tage hergekommen. Nach einem kurzen Geplauder bietet er uns Bananen und Grapefruits aus seinem Garten an, hilft uns beim Pflücken der wunderbaren Marquesas-Pampelmusen und fällt für uns mit kräftigen Machetenschlägen zwei Bananenstauden. Er will partout nichts dafür annehmen und sein Kommentar lautet einfach: „Wir können nicht alles essen, und es verrottet nur.“ Ist uns so was schon mal in der Schweiz passiert? Da schütten doch die Bauern im Wallis die Tomaten und Aprikosen lieber in die Rhone, als sie zu verschenken.
Wir haben nun so viele Bananen, dass wir sie an alle Boote in der Bucht verteilen, aber es kommt noch besser: Gegen Abend gehen die drei Polynesier auf die Jagd nach wilden Ziegen und gegen 21 Uhr hören wir auf der Alua Stimmen aus der Dunkelheit. Da bringen uns die beiden Helfer von Léo ein Stück Ziege - mit derselben Bemerkung wie oben. Jetzt können wir uns wenigstens mit einer Flasche Wein revanchieren, und schon verschwinden die beiden in ihrer kleinen Piroge wieder in der Schwärze der mondlosen Nacht. Und Peter macht sich mit dem grossen Messer auf dem Achterdeck dran, das blutige Ziegenstück in grilltaugliche Happen zu zerteilen, bevor um Mitternacht Nellys Geburtstag beginnt.

PS: Iaorana e Maeva!: Sei gegrüsst und willkommen!


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