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Neukaledonien

20.10.2013

Was für ein Hammer! Nach monatelangem Üben kriege ich endlich die Strecke von der Spielzeugkiste bis zum Sofa auf zwei Beinen hin und schon wird der Schwierigkeitsgrad erhöht! „Flugzeug“ heisst es zuerst und schliesslich „Schiff“. Dieses Wort kenne ich. Ein Schiff hab ich auf meinen Memorykarten. Klingt ähnlich wie Fisch. Davon sehe ich hier auch gaaanz viele und wenn ich endlich einmal dürfte, könnte ich meine Hand ins Wasser strecken und einen rausziehen so wie zuhause im Garten. Auf jeden Fall bewegt sich hier alles und man weiss nie genau wann und wie stark. Bett und Sofa sind unverschämt hoch und die Treppe frech steil. Aber das krieg ich schon hin, so wahr ich Xenia heisse, Xenia oder für euch Captain Lord Nelson!

Heute ist Ruhetag. Mama hat mich auf den Rücken geschnallt und scheint sich vorgenommen zu haben, sich auch wieder einmal zu bewegen. (Tut ihr gut. Ihr Bauch wird jeden Tag dicker. „Bébé“ nennt sie das). Die Aussicht ist hübsch. Wo man hinschaut, hat es ganz viele Pflanzen. Ab und zu schnapp ich mir ein Blatt. Eines ist sooo gross, das ist glaub grösser als ich. Ein anderes fühlt sich genauso an wie der Plastik-Efeu bei uns im Wohnzimmer. Nur komisch, dass ich dort nie ein Blatt abreissen darf... Ups, ich muss eingeschlafen sein. Wir wandern immer noch den Berg hoch – immer diesen weissen Zeichen nach, eigentlich ein bisschen wie zu Hause, nur dass man hier zuoberst das Meer sieht und grüne Flecken im Meer und weisse Streifen ringsum. Ah – endlich Mittagessen. Wurde aber auch Zeit!

Mama und Papi sind eben in je ein gelbes Auto gestiegen. Ich bleibe mit Nene und Pepe hier. Die Autos rollen davon und plötzlich fliegen sie in die Luft. (Sind wohl doch keine Autos.) Jetzt sind sie nur noch gaaanz klein. Ha, Nene sagt, dass ich auf dem grossen Telefon rumdrücken darf. Hier sieht man nochmals, wie die Autos fortfliegen. Was Mama und Papi wohl von dort oben sehen?

Ich habe ein neues Kleidungsstück bekommen. Es ist in einem todschicken Orange! Doof nur, dass es so dick macht. Ich komme kaum noch am Steuerrad vorbei damit. Heute schaukelt es mächtig. Ringsum ist alles blau. Achtung, macht mal Platz: ich will die Nase in den Wind strecken.

Endlich, sag ich Dir, endlich! Heute darf ich meine Hände und Füsse ins türkisblaue Wasser strecken und nach Fischen Ausschau halten. (Wieso nicht gleich?) Wir sind auf einem grossen Spielplatz mit vielen Bäumen, einem gaaanz langgezogenen Sandkasten und viel durchsichtigem Wasser. Andere Kinder hat es leider keine, dafür schläft ein Hund neben uns. „Inselmeister“ heisst er. Mama, Papi, Nene und Pepe ziehen sich nacheinander eine grosse Brille und noch viel grössere Schuhe an und gehen damit baden. Ich muss heute nicht baden, sondern darf meine Becher ins Wasser schmeissen und finde immer jemand, der sie mir wieder rausfischt. Das macht Spass!

Hast Du gewusst, dass auch Bäume manchmal baden gehen?

Ups! Mama sagt, ich soll Nene und Pepe tschüss sagen. Wo sie wohl hingehen? Wann ich sie wohl wiedersehe? „Schüüüss, schüüss!“ Bis bald.

Euer Lord Nelson

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