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CCC: Cacadu, Croc and Cassowary

15.09.2014

While driving across Oz not far from a big smoke we knocked off for a smoko in the arvo. As we came closer, we looked out for salties, but what we saw was almost as exciting as a mud gecko. Stiffen the lizards! A spunky charlie bashed the spine on top of a rock exposing her map of Tassie to the ozone hole. Her little radio on top of her esky was gently playing an Acca Dacca song. She woke up with an Australian salute and grabbed her bag of fruit as she saw us standing there. She said she would have a barbie tonight and she would love to have us over. There would be some other sheilas and blokes. Much better than a chew-'n'-spew, we thought, so let’s go to town for a brown sandwich. “I’ll drive ahead and save you a possie next to me”, she said. But as she got into her Toorak tractor it didn’t move abso-bloody-lutely, looked like the engine was cactus. Crikey - this could get pretty exy, she said, I’d probably drive a treadly for a while. Later on she told us she was a chalkie but had been sacked the week before and that she intends to live as dole bludger for a while, and that her friend was a muso and a chippie. That night we were all happy little vegemites.
If you, dear reader, had some problems to understand what we just wrote, you are probably not a fair dinkum Aussie. Since we came here we have been learning a new language and we do admit, we are having a grouse time.

Ja, dies ist ein schwieriges Rätsel der Woche. Wir freuen uns auf eure Uebersetzungsvorschläge.

Leichte Sprache
Was lesen wir da in der NZZ (ausgerechnet da)?: “Alle Bläser, die noch keinen Ständer haben, kommen bitte nach oben und holen sich einen runter!” Es ist zwar ein Leserkommentar und nicht die Meinung der Redaktion (so sie denn eine dazu zu haben hätte). Sie hat sich aber bis jetzt auch nicht davon distanziert. Aber worum geht es eigentlich? Auch in unserem Land gibt es viele Menschen, die nicht richtig lesen oder schreiben können, und die deshalb nicht richtig verstehen, was wir in unserer Hochsprache sagen wollen. Deshalb wurde die „Leichte Sprache“ erfunden. Und wie so vieles, was die Welt nicht braucht, stammt die Erfindung aus den USA. Die Idee ist, dass die „schwierige Sprache“, also die, welche wir täglich sprechen und schreiben, in die „Leichte Sprache“ übersetzt wird, damit alle wissen, was gemeint ist. Das tönt dann etwa so:
„Die Fasnacht ist ein lustiges Fest. Sie findet auf der Strasse statt. Die Menschen verkleiden sich. Einige Leute trommeln. Andere pfeifen. Die Fasnacht beginnt am Montag um 4. Am Donnerstag ist die Fasnacht vorbei. Dann ist fertig mit lustig.“
Die wichtigsten Regeln für die „Leichte Sprache“ lauten wie folgt: kurze Wörter (längere Wörter mit Bindestrich teilen), keine langen Sätze, keine Passivkonstruktionen, keine Verneinungen, kein Konjunktiv, Nebensätze nur ausnahmsweise und niemals eingeschoben. Und Piktogramme sind ein Muss. Bereits existiert ein Buch mit 500 Piktogrammen für die „Leichte Sprache“.
Wir bewegen uns damit also sprachlich zwischen Homo erectus und frühem Neandertaler.
Wir erinnern uns an eine Diskussion mit unseren kalifornischen Freunden vor etwa 30 Jahren. Schon damals wurde in amerikanischen Kinderbüchern die Sprache vereinfacht. Märchen ja, aber doch nicht in der Sprache der Gebrüder Grimm! Amerikanische Präsidenten sprechen ja schon lange eine einfache Sprache: „Saddam hat Bomben. Wir müssen schützen die Welt.“ Pro Infirmis Schweiz springt nun auf diesen Zug auf und will bald im Kanton Zürich ein erstes „Büro für Leichte Sprache“ eröffnen. Der Sprecher von Pro Infirmis Schweiz sagte: “Die ganze Schweiz hinkt hier hinterher.“ Ohjeh! - die ganze Schweiz eine einzige hinkende Behinderung...
Immerhin, das müssen wir positiv sehen, (eingeschobener Nebensatz!) könnte (Konjunktiv) die „Leichte Sprache“ den aktuellen pädagogischen Zwist über Früh-Französisch und Früh-Englisch auf elegante Weise beenden. Die Lösung: Früh-Leichte-Sprache für alle, schon ab 2. Klasse des Gymnasiums. Dazu fordern wir, Helvetismen zu erlauben und Anglizismen ab sofort unter Strafe zu stellen. Schluss mit After Wörk Party, Expäts und Product Mänätschern!
Und für alle Diskalkulitiker verlangen wir eine „Leichte Mathe“: Nur noch Kleines Einmaleins und nur noch mit Addition! Die Subtraktion ist als nicht lebensbejahende Operation grundsätzlich abzulehnen, und die schwierige Division ist sowieso diskriminierend. Und wir schlagen als vertrauensbildende Sofortmassnahme die Einebnung des Matterhorns vor, damit jeder hochkommt und sich einen runterholen kann – einen Stein vom Matterhorn.
Ich Tarzan, du Jane. – Wir haben fertig.

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