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Tanna

22.10.2014

Slow-Burner-Cult and Cargo Cult
The indigenous people call it “Yasur”. This volcano on the island of Tanna has been active for at least 800 years. As a real slow-burner sailors also call it “The Lighthouse of the Pacific”. Even James Cook was attracted by the nightly spectacle and anchored east of Tanna in 1774.
As we climb the 361 m high crater we feel the ground trembling every few minutes and the explosions release clouds of ashes and sulphuric fumes. In the afternoon we try to circle the craters rim but as we reach the lee side, we have to surrender. The strong trade wind fills our eyes, ears and clothes with black ashes and our lungs begin to hurt from the sulphuric acid we inhale. Remembering that lava bombs killed two people here in 1994, we turn around as we realize that our guide is not willing to walk on. At dusk we can watch spectacular fireworks of molten and glooming lava following each explosion. For hours we enjoy the cult of the red-hot burning and the glimpse into the earth’s flamy centre.

A Cargo Cult is a kind of religious movement, which developed in Melanesia in the late 19th century. A huge amount of by then unknown goods came to these remote islands during colonialism and also during World War II, when the American troops entered the South Seas and the Coral Sea. In the eyes of the indigenous people, these foreigners bringing an unending supply of cargo seemed to be gods, or sent by the ancestors of Melanesian peoples.
In Tanna a famous Cargo Cult is still active today. About twenty per cent of the population of this island believe in a vision that their ancestors had in World War II, announcing that a mysterious American called John Frum will come back one day and bring shiploads of cargo to all his cult members.
Each Friday afternoon believers come together, singing hymns on John Frum, playing guitars and dancing.
„Do you think John Frum is still alive?“ we ask one of the dancers. „Will he ever come back?“
„We do not know where John Frum is right now, and you do not know either,“ she answers with misty eyes.
We can only add that we prefer to rely on John Lennon’s credo, or as Peter says:
I just believe in me, Nelly and me.


Zurück auf Feld 1
Richard Branson, der Besitzer der Fluggesellschaft "Virgin Australia" will ja unterdessen mit seiner „Virgin Galactic“ Passagiere auch in den Weltraum fliegen; wir aber wollten mit seiner Virgin Airline nur von Australien nach Vanuatu reisen. Wie der "milliardenschwere" Branson zu seinem Vermögen kam, können wir höchstens vermuten. Ziemlich sicher sind wir aber, dass er mit unserem Flug von Brisbane nach Port Vila und zurück nichts verdient hat.
Wir bestiegen an einem sonnigen Sonntagmorgen in Brisbane eine Maschine der Virgin Australia. Als wir Neukaledonien überflogen sahen wir Richtung Vanuatu eine Wolkenwand und der Captain teilte mit, dass der zweite Teil des Fluges etwas "unruhig" werden könnte.
Nach dem zweiten vergeblichen Landeanflug durch schwarze Wolken und windgepeitschten Regen musste die Cabin-Crew die ersten vollen Kotztüten einsammeln. Dabei dachten wir mit Schadenfreude daran, dass Branson Junior, bei seinem Versuch das Matterhorn zu besteigen, auch gekotzt hat, und er samt seinem Stein vom Matterhorn von der Air Zermatt per Seilwinde abgeholt wurde. (Fairerweise sei hinzugefügt, dass der Junior die Besteigung für einen guten Zweck zu erbringen versuchte.)
Nach dem dritten erfolglosen Landeanflug in Port Vila hatten wir das Durchstartmanöver endgültig verinnerlicht, und der Captain hatte offensichtlich genug. Eine freundliche Flight Attendant verkündete nämlich: "We are heading towards Fiji. As soon as the captain knows where we are heading to, we let you know." Hoffen wir doch, dass der Captain weiss, wohin er fliegen will! Etwas später meldet er sich dann auch persönlich und erklärt, dass wir wegen Spritmangels zum Auftanken nach Nadi, Fiji fliegen würden. Das fanden wir auch eine gute Idee, obwohl uns die dreiviertelstündige Dreifach-Landemanöver-Übung nicht beunruhigt hatte, denn wir freuten uns bereits auf eine Nacht in Fidschi. "Bula-Bula"!
Dort angekommen machte der Captain einen etwas erschöpften Eindruck und schaute uns nur verständnislos an, als wir zu ihm sagten: "Heute war die SPCZ eben stärker". Die South Pacific Convergence Zone ist eine ständig aktive und hin- und herziehende Schlechtwetterzone, eigentlich ein Monsun-Trog, und ist allen Seglern der Barfuss-Route bestens bekannt. Und jeder hofft, dass sie nicht gerade dann soweit südwärts reicht, wenn er von Tahiti Richtung Vanuatu segelt. Verständlicherweise hatte der Captain aber keine Zeit, um mit uns weiter übers Wetter zu plaudern, sondern musste erst mal mit dem "Headquarter" (Branson persönlich?) telefonieren, um zu fragen, was er tun solle/dürfe/müsse...
Bei Anbruch der Dämmerung starteten wir wieder Richtung Brisbane. Die Cabin-Crew verteilte alles, was die Vorräte an Getränken und Essen noch hergaben, an die Passagiere, um diese bei Laune zu halten - und zwar kostenlos, was bei einem Normalflug bei Virgin nicht üblich ist. Um 22.10 Uhr waren wir zurück auf Feld 1. Wir hatten 10 Stunden im Flugzeug verbracht und fleissig "Meilen gesammelt"! Nach einstündigem Palaver in der "Abfertigungshalle" von Brisbane International wurden wir in ein Hotel in der Stadt gefahren.
Am Abend des nächsten Tages starteten wir wieder Richtung Port Vila und kamen - wiederum um Mitternacht - in ein Hotel, wo uns eine schlaftrunkene Nachtwächterin in das von uns vorbestellte Zimmer liess. Die anschliessenden Flüge mit Air Vanuatu von Port Vila nach Tanna und zurück verliefen problemlos, wobei die Piloten mit zwei supersanften Landungen punkteten.
Doch dann schlug die Jungfrau wieder zu! Wir erhielten eine Text-Message aufs Handy, dass wir wegen massiver Überbelegung umgebucht seien, was auf Virgin-Englisch heisst: "We off-loaded them." Also zurück auf Feld 2, bzw. zurück ins Hotel, welches aber nun nicht mehr das von uns gebuchte Travellers Budget Motel war, sondern, da von Virgin bezahlt, das Holiday Inn (Luxus) Resort. Also sozusagen zurück auf Feld 2A. Ein mittlerer Kulturschock nachdem wir auf Tanna in einer Hütte mit Palmblätterdach und geflochtenen Wänden, durch die der Passatwind pfiff, gewohnt hatten. Die Hotellobby mit Bar war etwa gleich gross wie das ganze Dorf Lonasunan in Tanna. Da stellte sich mal wieder die Frage, was der Mensch nun wirklich zum Leben braucht.
Am nächsten Mittag wurden alle 26 "Offgeloadeten" per Bus zum Flughafen von Port Vila transportiert. Unterdessen hatte aber die SPCZ Vanuatu wieder fest im Griff, und der Jungfrauenflug von Brisbane nach Port Vila führte mal wieder (diesmal ohne uns) via Fidschi zurück nach Brisbane. Und wir warteten deshalb fünf Stunden vergeblich, eingepfercht in der überfüllten, stickig-schwülen Departure-"Lounge" von Port Vila auf "unser" Flugzeug. Darauf ging’s wieder zurück auf Feld 2A, und weil die SPCZ am folgenden Tag zum Dauerregen mit Blitz und Donner ansetzte, mussten wir auf Feld 2A bleiben, während die Passagiere in Brisbane nochmal würfeln durften. Damit wir unsere himmlischen Betten aber nicht zu sehr strapazierten, wurden wir Punkt 6 Uhr von einer Text-Message geweckt: "Neues Vorrücken Richtung Brisbane am folgenden Tag 12.15 Uhr." Und tatsächlich konnten wir an einem sonnigen Mittwoch Nachmittag unser „Eile mit Weile“ in Brisbane erfolgreich beenden.
Wie sagte schon Shakespeare: Ende gut alles gut.

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