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Ring of Fire Ring of Nets

21.09.2015

A ring of fire surrounds the Pacific; that means a ring of about 450 volcanoes and high seismic activity is built up around the world’s largest ocean.
Indonesia sits between this ring of fire and the Eurasian and the Australian tectonic plates. These plates are constantly moving, and Indonesia lies on a subduction zone where one plate dives under the other causing earthquakes, volcanic eruptions and tsunamis.
These volcanic activities would not only cause damage and loss of lives along this ring of fire but all over the world. When Mt. Tambora on the island of Sumbawa blew up 1000 m of his peak on April 10th 1815, no one expected what would happen the years after in Switzerland and many other countries of the western hemisphere. The enormous amount of sulphate gas and ashes caused a three-year disruption of the global climate system.
1816 is known as “the year without summer”. Meteorologist counted 130 days of rain in Geneva between April and September; Lake Geneva flooded the city and thousands died from starvation and diseases related to food shortage like typhus.
As usual this casualty caused only minor inconvenience to the upper class. The English writer Mary Shelley who spent the summer of 1816 along the lake of Geneva was inspired by this disastrous summer to write “Frankenstein”.
So lets wait for the next super volcano to erupt, provoking high quality morbid literature again.
If you want to read more:
Wood, Gillen D’Arcy. Tambora: The Eruption that Changed the World. Princeton University Press, 2014
Wood, Gillen D’Arcy. Vulkanwinter 1816 – die Welt im Schatten des Tambora. Theiss Verlag, 2015


Das Gefährlichste beim Segeln ist die Nähe zum Land. Dies gilt ganz besonders auch für Indonesien mit seinen 17508 Inseln. Überall lauern Korallenriffe, in den engen Nord-Süd-Passagen setzen starke Strömungen, viele Ankerplätze haben steil abfallende Ufer und nur einen schmalen Streifen Sand vor dem Riff. Da sind wir schon froh, wenn der Anker hält, auch wenn die Nacht „rollig“ wird. Dazu kommt, dass die Seekarten oft beträchtlich von der Wirklichkeit abweichen und für viele Buchten keine Detailkarten verfügbar sind. Gold wert sind hier die Google Earth Maps, die wir als overlay über die open cpn Karten legen. Es lohnt sich aber vor allem auch, zwischendurch mal die Augen vom Kartenplotter zu erheben und in die Natur zu schauen.

Dieses Gefährliche haben leider bereits drei Schiffe der Sail Indonesia Rally erfahren. Zwei kamen mit beschädigtem Ruder davon, eines lief auf ein Riff und musste von der Crew aufgegeben werden.

Weitere Unannehmlichkeiten für uns Segler gehen von den Fischern hier aus. Bei Dunkelheit zu segeln ist nicht zu empfehlen und wenn schon, dann nur weit entfernt von der Küste. Viele grössere Boote sind nicht gemäss IMO (International Maritime Organisation) beleuchtet, kleine Boote haben die abenteuerlichsten Lichter, von farbig blinkenden Weihnachtsbaum-LEDs bis zu gar nichts. Die schlanken und oft ohne Metallteile gebauten Holzboote sind auf dem Radar nicht zu erkennen. Dazu kommen eine Unmenge von verankerten oder frei treibenden Fisch-Anlock-Dingsbumsen in Form von Fässern oder zusammengebundenen Ästen mit einem Besen obendrauf.
Schleppfahrzeuge ziehen Lastkähne, welche unbeleuchtet an langen Stahlkabeln hängen. Gute Nacht, wenn du nachts dazwischen gerätst.
Treibnetze können überall ausgelegt sein. Vor der Bucht von Bima, Sumbawa fuhren wir, an einem zum Glück sonnigen Morgen, zwei Stunden lang Slalom und versuchten herauszufinden, welche Tonne und welches Fähnchen zu welchem Netz gehörten. Wir versuchten zu erraten, in welcher Richtung die Netze trieben und was die wild gestikulierenden Fischer in ihren kleinen, aber schnellen Booten uns mitteilen wollten.

Irgendwie haben wir gar keinen Appetit mehr auf Fisch, besonders wenn wir über den Fischmarkt gehen und wir abends das Gefühl haben, dass auch die Tomaten, welche wir nebenan gekauft haben, den starken Geruch von an der Sonne getrocknetem Fisch angenommen haben. Zum Glück gibt’s hier günstig Nasi Goleng und Flied Lice, da freuen sich die Köchin und der Abwascher der Alua.



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