Aluas Logbuch

Home Reiseroute Logbuch Galerie Kontakt Links

Beim Zeus

24.07.2016

Von allen Göttern, denen wir auf unserer Reise um die Welt begegnet sind, sind uns die griechischen doch die liebsten geblieben, weil sie uns Menschen so ähnlich sind.
Zwölf der griechischen Götter pflegen auf dem Olymp zu residieren, dem höchsten Gebirge Griechenlands. Diese zwölf heissen: Zeus, Hera, Poseidon, Athene, Demeter, Aphrodite, Ares, Artemis, Apollon, Hestia und Hephaistos.

Unter griechischen Göttern wird geliebt und gehasst, da werden Ränke geschmiedet, und einer, Hephaistos, Gott des Feuers und der Schmiedekunst, schmiedet wirklich, und wurde so zum ersten Heimwerker aller Zeiten - yippiejaja-yippie-yippie-yeah.
Auf dem Olymp wird gelogen und betrogen - was noch heute ein Teil der olympischen Idee zu sein scheint - und Untreue ist Gesetz. Ein ganz besonders gewitzter Seitenspringer ist Zeus - sehr zum Ärger seiner Schwester und zugleich Gattin Hera. Um sich der schönen Leda auf unsittliche Weise zu nähern, verwandelte er sich einst in einen Schwan und erfand damit sozusagen den Karneval.
Und da wollen wir Hermes, einen Sohn des Zeus, gleich auch erwähnen. Er ist der Götterbote, der gute und schlechte Nachrichten überbringt, und damit der erste Briefträger. Hermes ist ebenfalls ein vielbeschäftigter Verführer: Eines seiner Kinder ist der listenreiche Odysseus, Held von Troja und Schiffbrüchiger im Mittelmeer. Daneben wird Hermes bis heute als Gott der Schreibmaschine verehrt. Da wir diese aber mit schnöden Computern ersetzt haben, straft uns Hermes nun mit einer Facebook-Instagram-Twitter-Manie und macht uns zu Sklaven einer künstlichen, digitalen Identität. So lasst uns denn hoffen, dass uns Athene wieder auf den Pfad der Weisheit führt.
Mit Poseidon, dem Herrscher über die Meere, versuchen wir uns besonders gut zu stellen, denn er kann mit seinem Dreizack Sturm oder Flaute heraufbeschwören. Das hat unter anderen Odysseus erfahren müssen, der wie wir durch die Meer-Enge von Messina segelte und den dortigen Gefahren Skylla und Charybdis schrecklichen Tribut zollen musste. Also opfern wir Poseidon immer mal ein Schlückchen Retsina, zu welchem uns Dionysos, der Gott des Weines, hier in Griechenland des öfteren verführt. Dass Poseidon auch Schutzpatron Korinths ist, nützte uns dann aber wenig, denn als wir nach der Passage des Kanals von Korinth dort anlegen wollten, kochte das Meer unter Fallwinden von 40 bis 50 Knoten, welche Aiolos, der Gott des Windes, losgeschickt hatte.
Also segelten wir weiter, bis wir auf der Insel Trizonia einen wunderbar geschützten Ankerplatz fanden. Und da erinnerten wir uns an das griechische Sprichwort:
„Die Wahrheit geht nicht unter, aber es dauert oft lange, bis sie einen Ankerplatz findet.“
Das gibt uns noch ein Fünkchen Hoffnung, dass die Wahrheit auch in der Politik des Wilden Westens und des noch wilderen Ostens dereinst vor Anker gehen wird.


Of all the gods, we met on our trip around the world, there are the Greek ones who remain our favourites. Twelve of the Greek gods use to reside on Olympus, the highest mountain in Greece. These twelve are: Zeus, Hera, Poseidon, Athena, Demeter, Aphrodite, Ares, Artemis, Apollo, Hestia and Hephaestus.
Greek gods use to love and to hate and to intrigue. Hephaestus, god of fire and blacksmithing, really forged, and thus became the first handyman.
On Olympus there is lying and cheating - something that seems to be still part of the Olympic idea - and infidelity is law. Infamous for his infidelity is Zeus - much to the annoyance of Hera, his sister and also his wife. To approach the beautiful Leda on immoral way, he transformed himself into a swan once and invented, so to speak the carnival.
And there is Hermes, a son of Zeus. He is the messenger of the gods, who brings good news and bad news, and thus became the first postman. Hermes is also a busy seducer: One of his children is the wily Odysseus, hero of Troy and shipwrecked in the Mediterranean. In addition, Hermes is revered to this day as God of the typewriter. But since we have this replaced with filthy computers, Hermes now punishes us with a Facebook-Instagram-Twitter-Mania pushing us into an artificial, digital identity! Hopefully, Athena will bring us back to the path of wisdom.
Poseidon, the ruler of the seas, is the god we try to stay in a good relationship with because he and his trident can provoke storm or calm. No other but Odysseus had to experience this. Like us, he sailed through the Strait of Messina and had to pay a terrible toll to the local dangers Scylla and Charybdis. So every once in a while, we sacrifice Poseidon a sip of Retsina, at which Dionysus, god of wine, seduces us here in Greece now and then. Our sacrifices to Poseidon worked well in the Strait of Messina, but they were of no advantage to us in the Corinth Canal, even though Poseidon is also patron of Corinth. When we wanted to berth after the passage of Corinth Canal, the sea was boiling with gusts of 40 to 50 knots which Aeolus, god of the winds, had dispatched.
So we sailed on until we found a wonderful sheltered anchorage on the island of Trizonia. And we remembered the Greek proverb:
"The truth does not perish, but it often takes a long time until it finds an anchorage."
This gives us a glimmer of hope that the truth will drop anchor in the politics of the Wild West and the even wilder east someday.



zurück zum Logbuch




mehr Fotos


© 2007-2014 Alua - Website by lovelyplanet